Ein Rennbericht von unserem Heart&Sole Team Läufer Christoph Frank:
Der Zugspitz Ultratrail hielt in diesem Jahr eine besondere Herausforderung bereit. Aufgrund von starken Unwetter- und Gewitterwarnungen musste die ursprüngliche Strecke der Königsdisziplin (107 Kilometer und 5.200 Höhenmeter) kurzfristig modifiziert werden. Die angepasste Route führte über 74 Kilometer und ca. 3.200 Höhenmeter. Durch den vorgezogenen Start am Freitagabend um 21:30 Uhr entwickelte sich der Wettkampf zu einem fast reinen Nachtrennen.
Taktischer Auftakt in die Nacht
Das Rennen lief von Beginn an zügig und reibungslos. Nach den ersten 7 Kilometern folgte der erste lange Anstieg. Im ständigen Wechsel zwischen Laufen und Hiken war es hier entscheidend, das Tempo zu kontrollieren, nicht zu überdrehen und eine konstante Pace zu finden.
An den Ladestationen funktionierte die Logistik perfekt. Der Support durch Florian & Saskia klappte wie gewohnt fehlerfrei. Eine Besonderheit gab es bei der letzten Station des Rennens, die mein Papa übernahm.
Technische Abschnitte und Tempomachen im Tal
Nach dem ersten Uphill ging es in den ersten technisch anspruchsvolleren Downhill. Solche Abschnitte erfordern bei Nacht im Schein der Stirnlampe deutlich mehr Konzentration als am Tag. Unten angekommen, flachte die Strecke ab. Auf dem langen, flachen Teilstück bis Mittenwald konnte gut Tempo gemacht werden. Hier galt es jedoch, kontrolliert zu agieren und Körner für das Finale zu sparen.
Nach der langen Geraden wurde das Terrain welliger, geprägt von kurzen, knackigen Anstiegen und Downhills, bevor der zweite und letzte große Uphill anstand. Dieser lange Anstieg, vorbei an bekannten Hotspots des deutschen Trailsports, verlangte mir alles ab. Nach der langen Nacht ließen die Kräfte spürbar nach. Auf halber Höhe des Berges kam die letzte Ladestation: Der kurze Support durch meinen Papa gab mir hier noch einmal den nötigen Push für das restliche Teilstück nach oben.
Finale und Podiumsplatzierung
Auf dem Gipfel setzte die Morgendämmerung ein. Der finale Downhill begann technisch schwer und war mit müden Beinen eine Herausforderung, wurde im Verlauf nach unten hin jedoch flacher und laufbarer. Auf den letzten 8 Kilometern konnte ich noch einmal die „zweite Luft“ nutzen, das Tempo deutlich anziehen und voll durchziehen.
Um kurz nach 5:00 Uhr morgens erreichte ich nach 7 Stunden, 28 Minuten und 52 Sekunden das Ziel.
Das Endergebnis:
5. Platz im Gesamtklassement (Overall)
4. Platz bei den Männern
3. Platz in der Altersklasse (AK)
Damit ging ein sportlicher Traum in Erfüllung. Mein Ziel war es immer, einmal bei einem UTMB-Event bei der Siegerehrung dabei zu sein. Da hier die Top 5 der Männer und Frauen geehrt werden, ist mir das mit diesem Ergebnis gelungen.
Dank an die Unterstützer
Ein großes Dankeschön geht an meine Crew (Florian & Saskia), meinen Papa für den Support am Berg, meinen Trainer Lars Schweizer sowie an alle Unterstützer:
Mammut, Heart and Sole Stuttgart, Neversecond, Petzl, SchwörerHaus, Allianz Preusch & Team, Deutsche Vermögensberatung, Clever Fit Pfullingen und meinen Verein TSV Genkingen.
Vielen Dank auch an alle für die starke Unterstützung vor Ort und von zu Hause aus.



